„Shadow Falls Camp“ von C.C. Hunter

Bestehend aus 5 Bänden beschreibt die Geschichte die Abenteuer eines jungen Mädchens, welches auf ein Internat für „besondere“ Jugendliche geschickt wird. Leider ist sie auch unter ihnen etwas Besonderes, denn unter Hexen, Halbfeen, Vampiren, Gestaltwandlern und Werwölfen weiß sie nicht, wo sie dazugehört. Trotzdem findet sie schnell Freunde und versucht mehr über sich herauszufinden. Natürlich sind auch Liebesprobleme nicht weit.

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Ich finde die Reihe sehr cool. Ich finde es gut, dass die Probleme hier in Maßen bleiben – das heißt, Kylie muss nicht die Welt retten oder die böseste Macht besiegen. Es geht um ihre eigenen Probleme. Diese zwanghaften Übertreibungen nerven mich oft bei anderen Büchern!
Trotzdem war es sehr spannend zu sehen, wie sich die Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren entwickeln und auch Kylie bei ihrer Identitätsfindung, Ahnenforschung und Entwicklung zuzusehen.

Auch ist die Story mit wenig zu vergleichen, was ich schon gelesen habe, was heutzutage meinem Gefühl nach ja immer seltener wird!
Eine echt schöne und außergewöhnliche Geschichte mit interessanten Charakteren also, die nicht danach strebt, über die Maßen dramatisch zu sein und dadurch sowohl spannend ist als auch entspannendes Lesen ermöglicht :).

Weiterführender Link: https://www.lovelybooks.de/autor/C.C.-Hunter/reihe/Shadow-Falls-Camp-in-Reihenfolge-995521596/

„Beastly“ von Alex Flinn

Wenn man sowas machen möchte wie mein „Buch-Origami“ zum Beispiel, dann braucht man eine Menge Gedult. Oder ein gutes Hörbuch. Ich lieh mir zu diesem Zweck kurzerhand das erste aus, was mir in die Augen fiel: „Beastly“ von Alex Flinn.

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Aus der Sicht eines Jungen im Teenageralter geschrieben ist dies eine moderne Version von „Die Schöne und das Biest“. Wegen seiner Arroganz wird der Snob in ein Biest verwandelt (von der Beschreibung wohl ähnlich, wie im Original). Daraufhin stößt ihn sein Vater aus und lässt ihn isoliert in einer Villa leben, wo er zum lieben Hündchen wird und seine wahre Liebe findet … ihr kennt die Geschichte ;).
Ich würde sagen, sehr spannend ist das Werk nicht, denn viele überraschende Unterschiede (außer, dass es in der heutigen Zeit spielt) zum Märchen gibt es nicht. Aber zum Buch-Origami-Falten reicht die süße Geschichte allemal.

Kennt ihr noch weitere Bücher, deren Geschichten auf Märchen basieren? (Luna-Chroniken mal ausgenommen^^)

Obsidian – Was meint ihr :/ ?

von Jennifer L. Armentrout

Die Bücher stehen regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Die Cover sind wunderschön.

Nachdem ich Monate lang jeden Tag an diesen außergewöhnlichen Covern vorbeigelaufen bin, habe ich mir die Reihe schließlich vorgenommen. Die ersten zwei Bücher hörte ich als Hörbuch – so weit so gut. Das Hörbuch ist übrigens ganz gut gelesen, ich würde nicht davon abraten. Das dritte Band musste ich schließlich lesen. Das hat mir leider auch klar gemacht, dass ich so gar nichts mit der Geschichte anfangen kann.

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Origin – Band 4

Das Mädchen, frisch in einen kleinen Vorort gezogen, hat sich in dieses typische unhöfliche geheimnisvolle Arschloch verknallt, das sich dann als die große Liebe und tollster Übermenschlicher aller Zeiten entpuppt. Dann bringen sie sich ständig gegenseitig in lebensgefährliche Schwierigkeiten, irgendwann gibt’s dann einen Schulball und schließlich wird sie auch übermenschlich… Erinnert das nicht sonst jemanden an Twilight? Außerdem mag ich keine Aliens, genausowenig wie Zombies. Ich bin also etwas enttäuscht, da das Cover doch auf etwas Innovatives hoffen lassen hat. Ja, es gibt durchaus Unterschiede und neue Ideen. Aber die Können es für mich auch nicht ganz wieder gutmachen.

Ich habe das dritte Band überflogen und mir das Hörbuch vom vierten geholt – aber konnte mich eine Weile erstmal nicht dazu bringen, anzufangen. Aber dann tat ich es doch und … das vierte Band fand ich dann doch ganz ok … Es gibt ein neues Setting und der Schwerpunkt der Geschichte verlagert sich ebenfalls, vielleicht lag es daran.

Hat vielleicht einer von euch die Reihe gelesen und kann mir sagen, ob das dritte Band tatsächlich nicht so gut ist oder ob es doch an der Hörbuch – Buch Sache liegt? ^^

Was ist eure Meinung? 😦

„Changers“ von T. Cooper und A. Glock

Neues Lieblingsbuch entdeckt!

Die Idee: Es gibt unter den Menschen heimlich sogenannte Changers. Dies sind Menschen, die sich im Laufe ihrer vier Highschooljahre in 4 verschiedene Personen verwandeln. Danach können sie sich eine Person für ihr restliches Leben aussuchen. Die Mitglieder der Gemeinschaft unterstehen vielen Regeln und somit gibt es auch Rebellen unter ihnen. Außerdem gibt es auch eine wissende, feindlich gesinnte Gruppe unter den Menschen. Da gibt es natürlich schon mal Konfliktpotential :).

Es wird 4 Bände geben, eins für jedes Highschooljahr des ehemalig weißen Jungen Ethan. Im ersten Jahr lernt er die Schwierigkeiten des Mädchendaseins als Drew kennen und im 2 Jahr die, ein dunkelhäutiger Junge zu sein. Der dritte Band kommt demnächst raus (Man munkelt Frühjahr oder Herbst dieses Jahres, je nach Quelle).

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Meine Meinung? Toll! Man könnte sich jetzt fragen, wieso gerade die vier Highschooljahre? Wieso dies, wieso dass… Aber das ist eigentlich egal. Denn die Geschichte dahinter ist sehr schön und auch „lehrreich“, wenn man sieht, welche Erfahrungen man in der selben Umgebung und mit dem selben Charakter aber mit verschiedenen Körpern machen kann. Und interessant ist auch, welche Unterschiede in den Denk- und Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen deutlich werden :).

Außerdem mag ich diese Highschoolbücher und finde es mega spannend zu sehen, wie der ehemalige Ethan jedes Jahr auf die selben Menschen trifft und immer in die selbe Klasse geht, diese es aber nicht wissen. Vor allem, wie er in jedem seiner Körper wieder die Liebe von Audrey gewinnen möchte, denn er ist ja im Grunde immer der Selbe, der sie liebt, doch sie weiß es nicht.

Ich bin schon so gespannt. Absolutes Suchtpotential!! Hoffentlich wird es im Frühjahr weitergehen :(.

„Angelglass“ von David Barnett

Ich habe gerade das Buch „Angelglass“ von David Barnett zu ende gelesen und musste gleich nach meinem LapTop greifen, um darüber zu berichten.

Es ist ein Roman mit Fantasyanteil, der jedoch nur wenig Auswirkung auf das Geschehen nimmt.

Das Buch spielt in Prag, und zwar wird parallel aus zwei Welten berichtet. Ein junger Mann wir einmal im Prag der Gegenwart und einmal Ende des 16. Jahrhunderts ohne Gedächtnis in einem Graben aufgefunden. Er bekommt einen Namen: Poutnik („der Wanderer“)

In der Gegenwart schließt er sich einer Gruppe Globalisierungsgegnern an, in der Vergangenheit wird er zum „Spiegel von Prag“ am Hofe des verrückten Königs Rudolf II.

Seine Bestimmung soll es sein, die „Unschuldigen zu retten“.

Das wär schon der erste Punkt, warum mir das Buch gefällt. Ich mag Prag. Es verströmt eine ähnliche Magie wie Venedig. Außerdem mag ich es, wenn Geschichten in der Vergangenheit stattfinden und am besten noch wie hier einige reale historische Personen vorkommen, auch wenn die Geschichte dabei ein wenig umgeschrieben wird.

Es ist schwierig nicht zu viel zu verraten. Etwa in der Mitte des Buches erfährt man, wer der Gedächtnislose ist, etwas später, wieso er in den Graben gekommen ist. Am Ende gibt es dann so eine hübsche Moral, wie spannend Imperfektion im Gegensatz zur Perfektion ist.

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Das Buch ist auch durchgängig spannend, wobei ich sagen würde, dass die Spannung im Verlauf des Buches immer weiter zunimmt. Zuerst wusste ich noch nicht genau was passieren wird und worum es in der Geschichte überhaupt geht, aber schon am Anfang trifft „Poutnik“ auf eine Vielzahl interessanter Charaktere, die alle ihre eigenen Probleme und Geschichten mit sich bringen.

Witzig finde ich, dass mit zunehmender „Brenzlichkeit“ der Situationen die Abschnitte der Erzählungen aus den beiden Welten sich immer öfter abwechseln und am Ende teilweise nur noch aus einem Satz bestehen, was manchmal ein bisschen verwirrend ist.

Doch es war ja auch wirklich spannend. Ich finde es so außergewöhnlich, wie sich die Handlungszweige im Verlaufe des Buches immer weiter verkomplizieren und immer andere Menschen in Verdacht geraten, dies oder das zu sein. Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse völlig und nichts ist so, wie man vermutet hatte. Vielleicht mag das dem Einen oder Anderen unrealistisch und konstruiert vorkommen, mir hat es aber ziemlich gut gefallen! Es war total spannend und ich mag es, wenn nichts vorhersehbar ist. Und noch besser fand ich dann die Lehre oder auch Schlussfolgerung, die abseits von der tollen Imperfektion gezogen wurde… aber die will ich nicht verraten :).

Ach ja, das hätte ich fast vergessen: Ich hasse es ja bekanntlich, wenn Bücher kein Happy End(-ing) haben. Aber in diesem Fall ist alles ein bisschen anders… das Ende der Geschichten ist zwar nicht gut, aber das Ende des Buches an sich hat mir echt gefallen, sodass ich garnicht mehr an dieses Detail gedacht habe….

Ich hoffe ein paar von euch lassen sich davon überzeugen es zu lesen, denn ich finde es schade, dass solche Bücher manchmal einfach in unserer vielfältigen Bücherlandschaft untergehen!

 

„Ich fürchte mich nicht“ von Tahereh Mafi

Ja, mein Blog wird in letzter Zeit ein bisschen Buchlastig – was ich ehrlichgesagt kaum erwartet hätte! Aber irgendwie fehlt mir in dieser Weihnachts- und Neujahrsphase die Lust, etwas anderes zu tun. Essen kann ich sowieso nicht mehr ansehen
^^.

Naja, auf jeden Fall wollte ich vor dieser Trilogie schreiben, die ich letztens (vor ein paar Tagen, und 2 Bücher sind schon gelesen) in der Bibliothek entdeckt habe. Manchmal wird sie als „Juliette-Trilogie“ bezeichnet aber ich bin mir nicht sicher, ob es einen offiziellen Titel gibt.

Es ist ein dystopisches Setting, die sind ja zur Zeit besonders beliebt bei Autoren. Normalerweise mag ich die nicht so, denn es ist oft das Gleiche (Ich mein, vergleicht doch mal „Selection“, „Panem“ und „Die Bestimmung“). Die Situation in diesem Roman ist außergewöhnlich, das kann ich sagen. Dystopien mag ich deswegen nicht viel lieber. Aber das ist Geschmackssache…

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich bin froh, dass der Trend endlich weg von diesen hübschen Mädchengesichtern auf allen Jugendromanen weggeht, denn irgendwann wird das eben langweilig!

Das erste Buch hörte ich als Hörbuch. Absolut fantastisch gelesen, muss ich sagen. Ich hab nicht oft gute Erfahrungen mit Hörbüchern gemacht und hätte schon gar nie daran gedacht, es dem normalen Buch vorzuziehen. Ziemlich oft stört mich, dass die einfach so langsam lesen, dass ich das Gefühl habe meine Zeit zu verschwenden oder, dass einfach nicht so gelesen und betont wird, wie ich es für richtig halte. Was allerdings der Vorteil ist, ist dass man alles mögliche parallel machen kann und somit eigentlich gerade keine Zeit „verschwendet“.

Bei diesem Roman wage ich es tatsächlich, das Hörbuch zu empfehlen! Angemessenes Tempo und außerdem wird auch der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin gut zur Geltung gebracht – vielleicht besser, als ich es selbst tun könnte.

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Screenshot aus der „Onleihe“-App

Dieser Schreibstil ist das, was mir gefällt. Es kommt in den Büchern, die ich sonst so lese, nicht oft vor, dass jemand die Formatierungsmöglichkeiten des Textes so ausgiebig nutzt und damit … naja, damit die Gedanken des Hauptcharakters so gut rüberbringt.

Am Anfang des Geschehens sitzt die Protagonistin (Juliette) in einer Anstalt. Ich finde es faszinierend wie die Autorin ihre Gedanken darstellt. Ich weiß natürlich nicht (und bezweifle), ob  das so 100% realistisch ist, aber ich fand es auf jeden Fall gut^^.

Beim ersten Buch gefiel mir die Handlung fast ausnahmslos.

Beim zweiten Band war das schon ein wenig anders:

Erstens ist es an zu vielen Stellen traurig. Ich lese nicht gerne Bücher, um den ganzen Tag rumzuheulen… aber offensichtich ist es gut geschrieben und was anderes will man auch nicht.

Zweitens kam wieder diese Dreicksbeziehung ins Spiel, bei der ich immer so schrecklich an der Dummheit der betreffenden Person verzweifle aber in diesem Fall ist eines anders: Man weiß nicht genau wer gewinnen wird. Also gut, sagen wir, es ist nur „fast“ sicher. Aber es könnte auch der andere sein…

Ja, in dem Moment, wo ich diesen Eintrag schreibe, brenne ich schon darauf, den letzten Band zu lesen! Aber andererseits möchte ich nicht meine letzten Urlaubstage nur mit Bücherlesen verbringen :/.

Ich hoffe ich entscheide mich richtig^^. Wir werden sehen.

Ein Buch schreiben?

Ich denke viele kommen früher oder später auf den Gedanken, wie es wohl wäre, ein eigenes Buch zu schreiben. Wohl die wenigsten tun dies im Endeffekt wirklich :).

Naja, mein 13-jähriges Ich hat es zumindest versucht. Ein Fantasy-Roman, natürlich. Tatsächlich bin ich eine Weile auch drangeblieben und habe es zu etwas mehr als 100 Seiten gebracht – bis ich das ganze liegen ließ. Manchmal verspüre ich aber immernoch den Drang, weiterzumachen… Bei dem Fortschritt ist es vielleicht, ganz vielleicht ja fertig, wenn ich 80 bin :D.

Worüber ich aber eigentlich in diesem Beitrag schreiben wollte: Meine Probleme beim Schreiben.

Also eins davon waren sicher die Charaktere 😀 :

Ich war wie gesagt 13 und die Hauptpersonen alle um die 17 Jahre alt. Tatsächlich kann ich aber jetzt, da ich ein bisschen älter bin, doch sagen, dass es gar nicht so miese Auswirkungen hatte. Ich habe schließlich all die vielen Bücher zum Vorbild gehabt, in denen die Hauptpersonen  gerade so alt waren.

Eine andere Sache war, aus der Sicht eines Jungen zu schreiben…

Ein weiterer Punkt, der im Endeffekt zum Stillstand führte, war die Fantasy-Welt, die ich zu erschaffen versucht hatte:

Ich hatte mit viel zu Oberflächlich überlegt, wie diese aussehen sollte. Wie die Wesen aussehen sollten, die Herrschaftsform, all das. Es gibt unendlich viele Dinge zu bedenken. Gescheitert bin ich schussendlich an dem Punkt, als ein Charakter auf seine Eltern traf… denn wie sollten diese aussehen? Sollte es Ähnlichkeiten geben? Kann ich mir wirklich für jedes einzelne Wesen ein anderes Aussehen überlegen? Nun, eigentlich sollten alle einzigartig sein, aber das wäre sowohl für mich, als auch für den Leser viel zu anstrengend! Und damit wurden mir all die Unzulänglichkeiten meiner Überlegung bewusst und die kleine Welt, die ich erschaffen hatte, fiel in sich zusammen. Ich kam einfach nicht weiter…

Nachdem ich Pan&Paper- Rollenspiele und deren Funktionsweise kennengelernt hatte, wurde mir klar, wie wichtig es war, möglichst viele Aspekte einer Welt zu kennen, bevor man seine Charaktere hineinschickt. Und außerdem, wie hilfreich es war, sich die Hintergrundgeschichte der Charaktere zu überlegen, denn dann kann man deren Persönlichkeit viel besser verstehen.

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© by tanjamasja

So, nun der letzte wichtige Punkt: Die Handlung.

Ja, ihr könnt jetzt ruhig über mich lachen. Klar hat man am Anfang so ein grobes Gerüst im Kopf: die Ausgangssituation und die Endsituation zum Beispiel. So war es auch bei mir, nur leider wollte mir nicht so recht einfallen, was denn dazwischen passieren sollte? Ja, sie sollten da und dort hin und das und dies erledigen… aber man kann sie ja nicht nur auf Wanderschaft schicken. Es muss viele Nebenstorys und auch spannende Szenen geben. Mit den Nebenstorys klappte es sogar ganz gut, aber solche actionreichen Hindernisse auf dem Weg zum Ziel – das ist garnicht so meins. Diese Dinge haben ja meistens keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf der Story und so fiel es mir schwer, mir irgendwas auszudenken.

 

Darüber kann man sich wahrscheinlich streiten und ich wette, viele Autoren schreiben nur so drauf los, wie ich es getan habe und schaffen internationale Besteller. Aber bei mir hat das leider nicht so geklappt ^^.

Ich bereue es auf keinen Fall dass ich es versucht habe und finde es zwar schade aber nicht zu schlimm, dass ich es aufgegeben habe. Ich hoffe irgendwann in meinem Leben werde ich noch ein Buch schreiben und es auch zu Ende bringen. Nicht unbedingt, um es zu veröffentlichen. Aber es hat Spaß gemacht, zu schreiben. Da ich auch nicht wirklich wusste, was genau im nächsten Moment passieren sollte, war es für mich selbst sogar spannend ;D! Und es ist natürlich schön zu sehen, was man geschaffen hat (und es all seinen Freunden aufzuzwingen ;)).

Habt ihr schon mal daran gedacht ein Buch zu schreiben oder habt eins geschrieben? und wenn ja – welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Beitragsbild: https://www.flickr.com/photos/h-k-d/5067978097/in/photolist-aDHvgv-8HQHjH-8SjYsh-5LsQWp-azfSzG-68HBFd-73ta9x-dMGmyb-92Rfvg-aAgNWj-aix2p3-a4tci3-7dC6AB-dHB9x9-6azCE2-68d1Hx-5XzEbt-37qbrr-5XDUVL-8YWBCH-ey1nxf-ey1jAE-exX2Lp-bVghhw-bVfTgJ-bVghBE-bVgh8C-bVfTnS-bVghLo-bVghu9-s6bMuG-7KWXhS-rijEui-riqBUF
by Hartwig HKD

„Der Bote“ von Inger Edelfeldt

„Der Bote“ – gute Idee, unvorteilhafte Umsetzung?

Kurze Zusammenfassung:
Ein Mädchen ist traurig, dadurch kann ein „Bote“ aus einer anderen Welt (ein zivilisierter Vampir) durch einen Spiegel Zugang zu ihr finden. Zwar passiert das öfter, aber nicht wenn der Betreffende wach ist, sie ist also etwas ganz besonderes. Sie soll in dieser Welt nähmlich eine Prophezeiung erfüllen und alle retten, das Übliche eben.
Nach diesem ersten Besuch kommt sie auf einmal mit demjenigen zusammen, für den sie schon eine Weile geschwärmt hat. Die haben dann so ihre Beziehungs- und Familienprobleme und zwischendurch erfüllt sie auch die Prophezeiung.
Dann steht sie vor der Frage: Will ich bei meinen Lieben mit Gefühlen und Geruchssinn bleiben oder will ich ein Vampir werden, der unsterblich ist und nicht viele Probleme hat?

Edelfeldt+Der-Bote

So, jetzt zur Kritik:

(-)
Der Roman  wurde in der Bibliothek dem Genre Fantasy zugeteilt. An sich finde ich das Buch nicht schlecht, mich stört nur der Fantasyanteil :D. Ausnahmsweise. Die Autorin setzt diesen nicht gut um, er steht nicht wirklich im Mittelpunkt. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung nur abgearbeitet werden musste damit die Geschichte vorankommt. Die Entscheidungen sind zu schnell und unbedacht getroffen und die Welt kaum beschrieben.
Ich hätte es wirklich besser gefunden, wenn er gar nicht da wäre. Er ist für die Geschichte einfach nicht notwendig. Am besten hätte ich es eigentlich gefunden, wenn sich diese ganze Vampirsache als Metapher (für die Flucht vor Gefühlen?) oder schlicht als Einbildung herausgestellt hätte.

(~)
Ich weiß nicht recht, was ich vom Charakter der Hauptperson halten soll. Gut, denn kann man vielleicht nicht wirklich bewerten^^.
Arri ist 17. In den meisten Büchern werden die Mädchen in diesem Alter schon sehr vernünftig und erwachsen dargestellt, was ja nicht unbedingt auf viele 17-jährige zutrifft (kann ich aus Erfahrung sagen :D).
In diesem Roman ist das anders.
An dieser Stelle muss ich auch nochmal „Silber“ von Kerstin Gier als Vergleich nehmen: Auch dort hat mich das etwas kindliche Auftreten der Hauptperson am Anfang ziemlich verwirrt und damit gestört aber im Endeffekt fand ich gerade diese Natürlichkeit sehr gut.
Bei „Der Bote“ hat mich diese Kindlichkeit ehrlichgesagt etwas gestört. Sie hat nicht immer zu den Handlungen der Hauptperson gepasst und wenn, dann waren diese Handlungen schon zu kindlich.

(+)
Was ich aber sagen muss:
Ihre Beziehungsprobleme konnte ich wirklich nachvollziehen und somit konnte ich mich super mit ihr identifizieren. An einigen Stellen fühlte ich mich super verstanden, weil die Gefühle, die auch ich manchmal habe, dort so gut in Worte gefasst wurden.
Ich hoffe an dieser Stelle, dass ihr mich, wenn ihr das Buch lest, nicht für verrückt haltet, es ist natürlich alles im übertragenen Sinne gemeint ;D.
Ich vermute aber auch, dass die Tatsache, dass mich dieser Aspekt beeindruckt, vielleicht damit zusammenhängt, dass ich ansonsten einfach keine Bücher über Beziehungen lese :D. Ansonsten wäre ich wahrscheinlich daran gewöhnt?

Mein Fazit: Weniger etwas für Fantasyfans und eher ein (öhm wie nennt man das?) Buch über zwischenmenschliche Probleme.

Die „Luna-Chroniken“

Auf die Empfehlung einer Kollegin hin habe ich vor einiger Zeit die Buchreihe „Luna-Chroniken“ von Marissa Meyer angefangen. Bis jetzt umfasst sie drei Bände, der nächste soll Ende Januar 2016 rauskommen.
Die Idee ist etwa, verschiedene Märchen (Rotkäppchen, Rapunzel, Cinderella, Schneewittchen) in eine Zukunftswelt zu versetzen und in Zusammenhang zu bringen.
Diese Welt hat vier Weltkriege hinter sich und steht nun erneut kurz vor einem Krieg. Die „Lunarier“, Menschen die vor langer Zeit auf den Mond übersiedelten und besondere Fähigkeiten entwickelt haben, versuchen die Herrschaft über die Erde zu erlangen.

Das erste Buch spielt „Neu-Peking“. Die Protagonistin Cinder (wie ihr euch denken könnt von Cinderella) ist ein Cyborg – ein Mensch dessen Körperteile duch Unfälle oder Ähnliches bedingt teilweise durch Metallprothesen ersetzt wurden. Diese werden von der Gesellschaft verachtet. Naja, die Geschichte um Aschenputtel kennt ihr ja. Das ganze wird aber natürlich sehr ausgeweitet und dadurch wieder spannend. Im nächsten Buch ist Rotkäppchen dran. Diese Geschichte wird ziemlich frei umgedichtet, soll aber auch so sein, sonst wird es schließlich langweilig. Einen Wolf und eine Großmutter gibt es aber ;). Die dritte ist Rapunzel, die von ihrem ganz persönlichen Prinzen gerettet werden muss.

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Am schönsten finde ich es ja immer, wenn es in jedem Buch einer Reihe verschiedene Protagonisten gibt, diese aber in den jeweils anderen Bücher als Nebenpersonen wieder auftauchen (da fällt mir „Stravaganza“ ein, falls ihr sowas auch cool findet!). Bei den Luna-Chroniken ist es fast so, als käme mit jedem Buch eine Hauptperson dazu, es wird dann aus den verschiedenen Sichten Aller berichtet.

Bis jetzt hat mir die Reihe sehr gefallen. Am Anfang hatte ich befürchtet, dass es langweilig werden könnte, da man den Verlauf der Märchen ja kennt. Aber schließlich ist es ja doch eine ganz andere Geschichte und eine ganz andere Welt!

Ich freue mich sehr auf den vierten Teil, der voraussichtlich auf Schneewittchen anspielen wird und vielleicht seit ihr auch neugierig geworden!