Ein Buch schreiben?

Ich denke viele kommen früher oder später auf den Gedanken, wie es wohl wäre, ein eigenes Buch zu schreiben. Wohl die wenigsten tun dies im Endeffekt wirklich :).

Naja, mein 13-jähriges Ich hat es zumindest versucht. Ein Fantasy-Roman, natürlich. Tatsächlich bin ich eine Weile auch drangeblieben und habe es zu etwas mehr als 100 Seiten gebracht – bis ich das ganze liegen ließ. Manchmal verspüre ich aber immernoch den Drang, weiterzumachen… Bei dem Fortschritt ist es vielleicht, ganz vielleicht ja fertig, wenn ich 80 bin :D.

Worüber ich aber eigentlich in diesem Beitrag schreiben wollte: Meine Probleme beim Schreiben.

Also eins davon waren sicher die Charaktere 😀 :

Ich war wie gesagt 13 und die Hauptpersonen alle um die 17 Jahre alt. Tatsächlich kann ich aber jetzt, da ich ein bisschen älter bin, doch sagen, dass es gar nicht so miese Auswirkungen hatte. Ich habe schließlich all die vielen Bücher zum Vorbild gehabt, in denen die Hauptpersonen  gerade so alt waren.

Eine andere Sache war, aus der Sicht eines Jungen zu schreiben…

Ein weiterer Punkt, der im Endeffekt zum Stillstand führte, war die Fantasy-Welt, die ich zu erschaffen versucht hatte:

Ich hatte mit viel zu Oberflächlich überlegt, wie diese aussehen sollte. Wie die Wesen aussehen sollten, die Herrschaftsform, all das. Es gibt unendlich viele Dinge zu bedenken. Gescheitert bin ich schussendlich an dem Punkt, als ein Charakter auf seine Eltern traf… denn wie sollten diese aussehen? Sollte es Ähnlichkeiten geben? Kann ich mir wirklich für jedes einzelne Wesen ein anderes Aussehen überlegen? Nun, eigentlich sollten alle einzigartig sein, aber das wäre sowohl für mich, als auch für den Leser viel zu anstrengend! Und damit wurden mir all die Unzulänglichkeiten meiner Überlegung bewusst und die kleine Welt, die ich erschaffen hatte, fiel in sich zusammen. Ich kam einfach nicht weiter…

Nachdem ich Pan&Paper- Rollenspiele und deren Funktionsweise kennengelernt hatte, wurde mir klar, wie wichtig es war, möglichst viele Aspekte einer Welt zu kennen, bevor man seine Charaktere hineinschickt. Und außerdem, wie hilfreich es war, sich die Hintergrundgeschichte der Charaktere zu überlegen, denn dann kann man deren Persönlichkeit viel besser verstehen.

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© by tanjamasja

So, nun der letzte wichtige Punkt: Die Handlung.

Ja, ihr könnt jetzt ruhig über mich lachen. Klar hat man am Anfang so ein grobes Gerüst im Kopf: die Ausgangssituation und die Endsituation zum Beispiel. So war es auch bei mir, nur leider wollte mir nicht so recht einfallen, was denn dazwischen passieren sollte? Ja, sie sollten da und dort hin und das und dies erledigen… aber man kann sie ja nicht nur auf Wanderschaft schicken. Es muss viele Nebenstorys und auch spannende Szenen geben. Mit den Nebenstorys klappte es sogar ganz gut, aber solche actionreichen Hindernisse auf dem Weg zum Ziel – das ist garnicht so meins. Diese Dinge haben ja meistens keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf der Story und so fiel es mir schwer, mir irgendwas auszudenken.

 

Darüber kann man sich wahrscheinlich streiten und ich wette, viele Autoren schreiben nur so drauf los, wie ich es getan habe und schaffen internationale Besteller. Aber bei mir hat das leider nicht so geklappt ^^.

Ich bereue es auf keinen Fall dass ich es versucht habe und finde es zwar schade aber nicht zu schlimm, dass ich es aufgegeben habe. Ich hoffe irgendwann in meinem Leben werde ich noch ein Buch schreiben und es auch zu Ende bringen. Nicht unbedingt, um es zu veröffentlichen. Aber es hat Spaß gemacht, zu schreiben. Da ich auch nicht wirklich wusste, was genau im nächsten Moment passieren sollte, war es für mich selbst sogar spannend ;D! Und es ist natürlich schön zu sehen, was man geschaffen hat (und es all seinen Freunden aufzuzwingen ;)).

Habt ihr schon mal daran gedacht ein Buch zu schreiben oder habt eins geschrieben? und wenn ja – welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Beitragsbild: https://www.flickr.com/photos/h-k-d/5067978097/in/photolist-aDHvgv-8HQHjH-8SjYsh-5LsQWp-azfSzG-68HBFd-73ta9x-dMGmyb-92Rfvg-aAgNWj-aix2p3-a4tci3-7dC6AB-dHB9x9-6azCE2-68d1Hx-5XzEbt-37qbrr-5XDUVL-8YWBCH-ey1nxf-ey1jAE-exX2Lp-bVghhw-bVfTgJ-bVghBE-bVgh8C-bVfTnS-bVghLo-bVghu9-s6bMuG-7KWXhS-rijEui-riqBUF
by Hartwig HKD

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„Der Bote“ von Inger Edelfeldt

„Der Bote“ – gute Idee, unvorteilhafte Umsetzung?

Kurze Zusammenfassung:
Ein Mädchen ist traurig, dadurch kann ein „Bote“ aus einer anderen Welt (ein zivilisierter Vampir) durch einen Spiegel Zugang zu ihr finden. Zwar passiert das öfter, aber nicht wenn der Betreffende wach ist, sie ist also etwas ganz besonderes. Sie soll in dieser Welt nähmlich eine Prophezeiung erfüllen und alle retten, das Übliche eben.
Nach diesem ersten Besuch kommt sie auf einmal mit demjenigen zusammen, für den sie schon eine Weile geschwärmt hat. Die haben dann so ihre Beziehungs- und Familienprobleme und zwischendurch erfüllt sie auch die Prophezeiung.
Dann steht sie vor der Frage: Will ich bei meinen Lieben mit Gefühlen und Geruchssinn bleiben oder will ich ein Vampir werden, der unsterblich ist und nicht viele Probleme hat?

Edelfeldt+Der-Bote

So, jetzt zur Kritik:

(-)
Der Roman  wurde in der Bibliothek dem Genre Fantasy zugeteilt. An sich finde ich das Buch nicht schlecht, mich stört nur der Fantasyanteil :D. Ausnahmsweise. Die Autorin setzt diesen nicht gut um, er steht nicht wirklich im Mittelpunkt. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung nur abgearbeitet werden musste damit die Geschichte vorankommt. Die Entscheidungen sind zu schnell und unbedacht getroffen und die Welt kaum beschrieben.
Ich hätte es wirklich besser gefunden, wenn er gar nicht da wäre. Er ist für die Geschichte einfach nicht notwendig. Am besten hätte ich es eigentlich gefunden, wenn sich diese ganze Vampirsache als Metapher (für die Flucht vor Gefühlen?) oder schlicht als Einbildung herausgestellt hätte.

(~)
Ich weiß nicht recht, was ich vom Charakter der Hauptperson halten soll. Gut, denn kann man vielleicht nicht wirklich bewerten^^.
Arri ist 17. In den meisten Büchern werden die Mädchen in diesem Alter schon sehr vernünftig und erwachsen dargestellt, was ja nicht unbedingt auf viele 17-jährige zutrifft (kann ich aus Erfahrung sagen :D).
In diesem Roman ist das anders.
An dieser Stelle muss ich auch nochmal „Silber“ von Kerstin Gier als Vergleich nehmen: Auch dort hat mich das etwas kindliche Auftreten der Hauptperson am Anfang ziemlich verwirrt und damit gestört aber im Endeffekt fand ich gerade diese Natürlichkeit sehr gut.
Bei „Der Bote“ hat mich diese Kindlichkeit ehrlichgesagt etwas gestört. Sie hat nicht immer zu den Handlungen der Hauptperson gepasst und wenn, dann waren diese Handlungen schon zu kindlich.

(+)
Was ich aber sagen muss:
Ihre Beziehungsprobleme konnte ich wirklich nachvollziehen und somit konnte ich mich super mit ihr identifizieren. An einigen Stellen fühlte ich mich super verstanden, weil die Gefühle, die auch ich manchmal habe, dort so gut in Worte gefasst wurden.
Ich hoffe an dieser Stelle, dass ihr mich, wenn ihr das Buch lest, nicht für verrückt haltet, es ist natürlich alles im übertragenen Sinne gemeint ;D.
Ich vermute aber auch, dass die Tatsache, dass mich dieser Aspekt beeindruckt, vielleicht damit zusammenhängt, dass ich ansonsten einfach keine Bücher über Beziehungen lese :D. Ansonsten wäre ich wahrscheinlich daran gewöhnt?

Mein Fazit: Weniger etwas für Fantasyfans und eher ein (öhm wie nennt man das?) Buch über zwischenmenschliche Probleme.

Lebkuchen!

Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal Lebkuchen selbst gebacken. Zwei verschiedene Rezepte: „Nürnberger Elisenlebkuchen“ und „Lebkuchen als Baumschmuck„.

„Nürnberger Elisenlebkuchen“:

Zuerst schreckte mich die Menge an Zitronat und Orangeat etwas ab – ich hatte noch nie damit gearbeitet. Sie werden durch Kandieren der Schalen der entsprechenden Früchte hergestellt. Und naja.. es schmeckt auch entsprechend komisch.

Aber wir haben es sehr klein geschnitten und am Ende hat man es kaum geschmeckt. Das ist aber sehr wichtig denn wenn größere Stückchen vorhanden sind, ist das nicht sehr lecker :/. Die Lebkuchen schmecken super und ich wage sogar, sie mit den original Nürnberger Lebkuchen zu vergleichen, die mir mein Freund mal von dort mitgebracht hat.

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Lebkuchenbaumschmuck: Der Teig riecht echt muffig. Er hat so eine komische graue Farbe.. Aber gut, wichtiger ist das Ergebnis: Wir haben sie extra dick gelassen, da meine Freundin sie lieber weich und nicht als Keks haben wollte. Um sie tatsächlich an den Baum zu hängen, ist es natürlich besser wenn sie dünner sind. Ich hätte sie zwar lieber als Keks gehabt, aber nun ja^^. Schmecken tun sie auch ganz ok, wie Lebkuchen eben schmeckt. Leider sind sie etwas trocken geworden. Das gute an diesen ist, dass man sie formen und verzieren kann, das Aussehen spielt hier also auch eine Rolle. Wenn man Lust hat kriegt man auch ein gutes Ergebnis :). Leider mag ich verzieren nicht sehr und war auch ziemlich müde :D.

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Geschenktipp

Da sich Weihnachten nun doch mit gr0ßen Schritten nähert, hier ein kleiner Tipp, wie ihr eure Geschenke liebevoll verpacken könnt:

Es dauert bei einer kleinen Box tatsächlich nur 10 Minuten und ist ganz einfach, also keine Angst :D.

Ihr braucht:

  1. Eine Box, einen Korb oder ähnliches (am besten mit heller und/oder saugfähiger Oberfläche)
  2. Farben (z.B. Acryl ; am besten deckende, also keine Wassermalfarben)
  3. Pinsel, ein Stück Karton oder eure Finger – das sei jedem selbst überlassen

Und jetzt müsst ihr nur noch drauf loslegen :). Keine Angst, am Ende sieht es immer gut aus, egal ob ihr „gut“ malen könnt oder nicht.

Ideen:

Ganz schlicht – Malt euer Behältnis mit einer Farbe an und darüber, solange die erste Schicht noch feucht ist, mit einer anderen. Wenn ihr die Farben nicht vollständig vermischt, entstehen hübsche unregelmäßige Farbverläufe.

Skyline – Auf einem Hintergrund (z.B. „Ganz Schlicht“) könnt ihr mit einer dunklen Farbe eine wellige Linie zaubern, die so aussieht, wie eine Berglandschaft. Fortgeschrittene versuchen sich vielleicht an einer Stadtlandschaft 🙂

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So könnt ihr jedes noch so unpersönliches Geschenk (z.B. Geldgeschenke) zu etwas ganz besonderem und einzigartigem machen. Es sieht so aus, als ob ihr euch total viel Mühe gemacht hättet, aber geht ganz schnell und unkompliziert :D.

Wer will, kann natürlich auch komplizierte Motive versuchen.

Viel Spaß beim Schenken!