Weihnachtsbäckerei im November

Ich weiß was ihr jetzt denkt – aber heute ging bei uns das Plätzchenbacken los! Es ist nämlich nie zu … früh!

Vormittags schnell den Teig vorbereiten und später mit ein paar netten Leuten den aufwändigen Part erledigten, so macht es Spaß :).

Fünf verschiedene Sorten sind es geworden:

Ganz klassisch Vanillekipferl und Schwarz-Weiß-Gebäck, außerdem Aprikosen-Kokosberge, Jelänger-Jelieber und Fingerkolatschen.

Die Rezepte habe ich aus einem Rezeptbuch. Ich muss ja sagen, dass ich vorwiegend auf Rezepte aus Internetportalen vertraue, da diese erprobt, kommentiert und bewertet werden. Rezepte aus Büchern dagegen haben mich oft enttäuscht. Nun ist mir dieses aber in der Bibliothek in die Hände gefallen und hat mich mit seinen hübschen Bildern verführt. Und heute musste es sich beweisen!20151114_104613-1

Vielleicht kennt ihr diese Kokoshäufchen aus eurer Bäckerei, hier gibt es sie öfter im Angebot (allerdings kenne ich sie in einer größeren Variante ohne Aprikosen). Jeden Freitag nach dem Training im Verein durfte ich mir als Highlight ein Teilchen aussuchen und schon bald hatte ich sie für mich entdeckt. Obwohl ich Bounty und Co nicht unbedingt gerne mag. Das letzte Mal Rhythmische Sportgymnastik habe ich aber in der 6. Klasse gemacht, also schon etwas länger her!

Die „Plätzchen“ waren aber wundervolle Erinnerung und super leicht herzustellen.

Alles einmal verrühren, auf Oblaten packen, in den Ofen – und voilà!

Der Teig ist sehr angenehm geworden. Ich mag es ja, wenn es noch so schön krümelig (in diesem Fall wegen den Kokossplittern) ist.

Leider sind sie etwas trockener geworden als ich es von meinen Kokoswölkchen aus der Kindheit kenne, aber lecker sind sie trotzdem. Und gut aussehen tun sie auch!

Ananas-Kokosberge

Vanillekipferl sind mir eigentlich immer ein bisschen langweilig vorgekommen, dürfen aber auch nicht fehlen. Und seit Lottie Trostkipferl backt, haben sie auch bei mir eine zweite Chance und einen Platz im Herzen bekommen (An dieser Stelle ein bisschen Werbung für Kerstin Giers „Silber“-Trilogie, unbedingt lesen!!).

Kleine krumme Würstchen zu formen finde ich ja weniger anstrengend als ausstechen.

Teig ausrollen mochte ich nämlich noch nie besonders, deswegen backe ich eigentlich auch lieber Cookies. Manchmal fehlt mir einfach die Geduld, wenn es klebt, reißt und unförmig wird und … Naja, so wie Teig nun mal ist, wenn man unerfahren ist ^^.

Deswegen waren die Würstchen das bessere Übel – und dafür sind Freunde ja da: Im Nu waren 80 kleine Kipferl gezaubert.Vanillekipferl

Die Schwarz-Weiß-Plätzchen sind schon lange meine Lieblingsplätzchen (Eigentlich mag ich am liebsten die Kakaovariante ohne das „Weiß“, aber so sehen sie hübscher aus :D).

Der Teig wurde beim Kneten viel zu klebrig, als sich die Butter in meinen warmen Händen aufgelöst hat. Ich musste eine Menge Mehl untermischen, weil mich klebriger Teig echt irre macht. Nach diesem kleinen Stresstest ging aber alles glatt. Zum ausrollen von Teig hatte ich ja vorhin schon mal was gesagt, aber es musste ja nicht zwingend ordentlich sein ;).

Schmecken tun sie wie üblich – gut! Hier das Ergebnis:Schwarz-Weiß-Gebäck

Als nächstes zu etwas weniger angenehmen Ergebnissen: „Jelänger-Jelieber“ (oder auch Marillenringe)

Kannte ich vorher nicht. Ich weiß auch nicht, ob die „Jelänger-Jelieber“ so schmecken müssen, aber ich bin doch der Meinung, dass Plätzchen nicht nach Schmalz schmecken sollten! Es hat mich ja schon bei den Zutaten verwundert (140g Butter, 140g Schweineschmalz), aber man macht ja bekanntlich alles irgendwann zum ersten Mal …. Nun, was soll ich sagen. Als ich den Teig probiert habe, hatte ich ja noch Hoffnung, dass der Geschmack beim backen schließlich irgendwie verpufft, wie es oft der Fall ist. Leider falsch gedacht!

Ich weiß nicht, wer die jetzt essen soll, vielleicht gehen sie an unwissende Freunde :D. Allerdings heißen die Plätzchen so, weil sie angeblich leckerer werden, je länger sie liegen… es gibt also noch Hoffnung! Es wäre schade wenn nicht – sie sehen doch so schön aus!Jelänger-Jelieber

Als letztes gab es noch Fingerkolatschen. Den Teig hat eine Freundin mitgebracht. Die Plätzchen heißen Fingerkolatschen, weil man vor dem Backen mit dem Finger eine Vertiefung eindrückt, die später mit Marmelade gefüllt wird. „Kolatschen“ ist eine Bezeichnung aus dem Böhmischen für verschiedene Gebäckarten.Fingerkolatschen

Für heute habe ich genug, aber das war bestimmt nicht das letzte Mal in diesem Jahr!

Ich hoffe ich habe euch auch Lust auf Plätzchen gemacht, viel Spaß beim backen!

Falls ihr Rezepte zu diesen Plätzchen sucht, hier ein paar Links:

Lotties ganzjahrestaugliche Trost-Vanillekipferl

Vanillekipferl

Schwarz-Weiß-Gebäck

Kokosberge

Jelänger-Jelieber / Marillenringe

Fingerkolatschen

Und jetzt Tee mit Plätzchen!

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