Die „Luna-Chroniken“

Auf die Empfehlung einer Kollegin hin habe ich vor einiger Zeit die Buchreihe „Luna-Chroniken“ von Marissa Meyer angefangen. Bis jetzt umfasst sie drei Bände, der nächste soll Ende Januar 2016 rauskommen.
Die Idee ist etwa, verschiedene Märchen (Rotkäppchen, Rapunzel, Cinderella, Schneewittchen) in eine Zukunftswelt zu versetzen und in Zusammenhang zu bringen.
Diese Welt hat vier Weltkriege hinter sich und steht nun erneut kurz vor einem Krieg. Die „Lunarier“, Menschen die vor langer Zeit auf den Mond übersiedelten und besondere Fähigkeiten entwickelt haben, versuchen die Herrschaft über die Erde zu erlangen.

Das erste Buch spielt „Neu-Peking“. Die Protagonistin Cinder (wie ihr euch denken könnt von Cinderella) ist ein Cyborg – ein Mensch dessen Körperteile duch Unfälle oder Ähnliches bedingt teilweise durch Metallprothesen ersetzt wurden. Diese werden von der Gesellschaft verachtet. Naja, die Geschichte um Aschenputtel kennt ihr ja. Das ganze wird aber natürlich sehr ausgeweitet und dadurch wieder spannend. Im nächsten Buch ist Rotkäppchen dran. Diese Geschichte wird ziemlich frei umgedichtet, soll aber auch so sein, sonst wird es schließlich langweilig. Einen Wolf und eine Großmutter gibt es aber ;). Die dritte ist Rapunzel, die von ihrem ganz persönlichen Prinzen gerettet werden muss.

lady-307820_1280

Am schönsten finde ich es ja immer, wenn es in jedem Buch einer Reihe verschiedene Protagonisten gibt, diese aber in den jeweils anderen Bücher als Nebenpersonen wieder auftauchen (da fällt mir „Stravaganza“ ein, falls ihr sowas auch cool findet!). Bei den Luna-Chroniken ist es fast so, als käme mit jedem Buch eine Hauptperson dazu, es wird dann aus den verschiedenen Sichten Aller berichtet.

Bis jetzt hat mir die Reihe sehr gefallen. Am Anfang hatte ich befürchtet, dass es langweilig werden könnte, da man den Verlauf der Märchen ja kennt. Aber schließlich ist es ja doch eine ganz andere Geschichte und eine ganz andere Welt!

Ich freue mich sehr auf den vierten Teil, der voraussichtlich auf Schneewittchen anspielen wird und vielleicht seit ihr auch neugierig geworden!

Weihnachtsbäckerei im November

Ich weiß was ihr jetzt denkt – aber heute ging bei uns das Plätzchenbacken los! Es ist nämlich nie zu … früh!

Vormittags schnell den Teig vorbereiten und später mit ein paar netten Leuten den aufwändigen Part erledigten, so macht es Spaß :).

Fünf verschiedene Sorten sind es geworden:

Ganz klassisch Vanillekipferl und Schwarz-Weiß-Gebäck, außerdem Aprikosen-Kokosberge, Jelänger-Jelieber und Fingerkolatschen.

Die Rezepte habe ich aus einem Rezeptbuch. Ich muss ja sagen, dass ich vorwiegend auf Rezepte aus Internetportalen vertraue, da diese erprobt, kommentiert und bewertet werden. Rezepte aus Büchern dagegen haben mich oft enttäuscht. Nun ist mir dieses aber in der Bibliothek in die Hände gefallen und hat mich mit seinen hübschen Bildern verführt. Und heute musste es sich beweisen!20151114_104613-1

Vielleicht kennt ihr diese Kokoshäufchen aus eurer Bäckerei, hier gibt es sie öfter im Angebot (allerdings kenne ich sie in einer größeren Variante ohne Aprikosen). Jeden Freitag nach dem Training im Verein durfte ich mir als Highlight ein Teilchen aussuchen und schon bald hatte ich sie für mich entdeckt. Obwohl ich Bounty und Co nicht unbedingt gerne mag. Das letzte Mal Rhythmische Sportgymnastik habe ich aber in der 6. Klasse gemacht, also schon etwas länger her!

Die „Plätzchen“ waren aber wundervolle Erinnerung und super leicht herzustellen.

Alles einmal verrühren, auf Oblaten packen, in den Ofen – und voilà!

Der Teig ist sehr angenehm geworden. Ich mag es ja, wenn es noch so schön krümelig (in diesem Fall wegen den Kokossplittern) ist.

Leider sind sie etwas trockener geworden als ich es von meinen Kokoswölkchen aus der Kindheit kenne, aber lecker sind sie trotzdem. Und gut aussehen tun sie auch!

Ananas-Kokosberge

Vanillekipferl sind mir eigentlich immer ein bisschen langweilig vorgekommen, dürfen aber auch nicht fehlen. Und seit Lottie Trostkipferl backt, haben sie auch bei mir eine zweite Chance und einen Platz im Herzen bekommen (An dieser Stelle ein bisschen Werbung für Kerstin Giers „Silber“-Trilogie, unbedingt lesen!!).

Kleine krumme Würstchen zu formen finde ich ja weniger anstrengend als ausstechen.

Teig ausrollen mochte ich nämlich noch nie besonders, deswegen backe ich eigentlich auch lieber Cookies. Manchmal fehlt mir einfach die Geduld, wenn es klebt, reißt und unförmig wird und … Naja, so wie Teig nun mal ist, wenn man unerfahren ist ^^.

Deswegen waren die Würstchen das bessere Übel – und dafür sind Freunde ja da: Im Nu waren 80 kleine Kipferl gezaubert.Vanillekipferl

Die Schwarz-Weiß-Plätzchen sind schon lange meine Lieblingsplätzchen (Eigentlich mag ich am liebsten die Kakaovariante ohne das „Weiß“, aber so sehen sie hübscher aus :D).

Der Teig wurde beim Kneten viel zu klebrig, als sich die Butter in meinen warmen Händen aufgelöst hat. Ich musste eine Menge Mehl untermischen, weil mich klebriger Teig echt irre macht. Nach diesem kleinen Stresstest ging aber alles glatt. Zum ausrollen von Teig hatte ich ja vorhin schon mal was gesagt, aber es musste ja nicht zwingend ordentlich sein ;).

Schmecken tun sie wie üblich – gut! Hier das Ergebnis:Schwarz-Weiß-Gebäck

Als nächstes zu etwas weniger angenehmen Ergebnissen: „Jelänger-Jelieber“ (oder auch Marillenringe)

Kannte ich vorher nicht. Ich weiß auch nicht, ob die „Jelänger-Jelieber“ so schmecken müssen, aber ich bin doch der Meinung, dass Plätzchen nicht nach Schmalz schmecken sollten! Es hat mich ja schon bei den Zutaten verwundert (140g Butter, 140g Schweineschmalz), aber man macht ja bekanntlich alles irgendwann zum ersten Mal …. Nun, was soll ich sagen. Als ich den Teig probiert habe, hatte ich ja noch Hoffnung, dass der Geschmack beim backen schließlich irgendwie verpufft, wie es oft der Fall ist. Leider falsch gedacht!

Ich weiß nicht, wer die jetzt essen soll, vielleicht gehen sie an unwissende Freunde :D. Allerdings heißen die Plätzchen so, weil sie angeblich leckerer werden, je länger sie liegen… es gibt also noch Hoffnung! Es wäre schade wenn nicht – sie sehen doch so schön aus!Jelänger-Jelieber

Als letztes gab es noch Fingerkolatschen. Den Teig hat eine Freundin mitgebracht. Die Plätzchen heißen Fingerkolatschen, weil man vor dem Backen mit dem Finger eine Vertiefung eindrückt, die später mit Marmelade gefüllt wird. „Kolatschen“ ist eine Bezeichnung aus dem Böhmischen für verschiedene Gebäckarten.Fingerkolatschen

Für heute habe ich genug, aber das war bestimmt nicht das letzte Mal in diesem Jahr!

Ich hoffe ich habe euch auch Lust auf Plätzchen gemacht, viel Spaß beim backen!

Falls ihr Rezepte zu diesen Plätzchen sucht, hier ein paar Links:

Lotties ganzjahrestaugliche Trost-Vanillekipferl

Vanillekipferl

Schwarz-Weiß-Gebäck

Kokosberge

Jelänger-Jelieber / Marillenringe

Fingerkolatschen

Und jetzt Tee mit Plätzchen!